Tinktur herstellen

Tinktur herstellen

Wie ihr eure Heilkräuter als Tinktur haltbar machen könnt, möchten wir euch heute etwas näher bringen. Je nachdem welche Tinktur ihr herstellt, könnt ihr sie anschließend zum Einreiben, Gurgeln, Einnehmen und vielem mehr verwenden. Die wichtigste Grundzutat für fast jede Tinktur ist Alkohol. Am besten eignet sich dafür Weingeist oder Doppelkorn. Wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, es gibt auch 70% – 90%igen Alkohol in der Apotheke. Ein Schraubglas eignet sich am besten um eine Tinktur anzusetzen. Füllt das Glas mit eurem Wunschkraut (getrocknet oder frisch) und übergießt es anschließend mit dem Alkohol. Ihr solltet dafür etwa doppelt so viel Alkohol wie Kräuter in eurem Glas haben. Schraubt das Glas zu und wartet ca. 5 Wochen. Zwischendrin solltet ihr das Glas leicht schütteln. Der Kräuterauszug sollte wenn möglich bei ca. 15°C aufbewahrt werden.





Nach 5 Wochen filtert ihr die übrig gebliebenen Kräuter heraus und füllt eure fertige Tinktur in eine dunkle Flasche/Fläschchen oder ein dunkles Schraubglas. Ab jetzt kann sie verwendet werden. Je nachdem aus welchen Kräutern eure Tinktur hergestellt ist, könnt ihr sie unterschiedlich verwenden. Welche Pflanze sich für was eignet erfahrt ihr in folgenden Artikeln:
Heilpflanzen Teil 2 (Gänseblümchen, Johanniskraut und Ringelblumen)
Wild Superfood Teil 2 Kapuzinerkresse
Wild Superfood Teil 1 Brennessel
Heilpflanzen Teil 1 (Arnika, Kamille und Linde)




Ganz wichtig ist dass ihr alle Tinkturen, die ihr in die vorbereiteten Schraubgläser abfüllt, beschriftet, um nicht zu vergessen welchen Kräuterauszug ihr hergestellt habt. Falls ihr eine Tinktur ohne Alkohol herstellen möchtet, eignet sich in den meisten Fällen auch Apfelessig.

Einige Beispiele möchten wir euch zeigen:

Baldriantinktur

1 Teil Baldrianwurzel
2 Teile Alkohol (am besten Weingeist mit 70%)
1 Schraubglas
1 dunkle Flasche




Zerkleinert die gewaschene Baldrianwurzel etwas und füllt sie anschließend in das Schraubglas. Übergießt die Wurzeln mit Alkohol und schraubt das Glas fest zu. Der Rest funktioniert wie oben beschrieben.

Die Baldriantinktur könnt ihr anschließend bei Unruhezuständen, Einschlafproblemen, Nervosität, Angstzuständen, Zuckungen und zur Krampflösung verwenden. 1 Teelöffel Tinktur auf ein Glas Wasser wird pro Erwachsenem empfohlen, maximal 3 mal täglich. Für Kinder maximal einen halben Teelöffel auf ein Glas Wasser.




Rosmarintinktur

1 Teil getrocknetes Rosmarinkraut
2 Teile Alkohol (am besten Weingeist mit 70% Alkohol)
1 Schraubglas
1 dunkle Flasche

Der Vorgang funktioniert auch hier wie oben beschrieben. Die Rosmarintinktur eignet sich sowohl zum Einnehmen als auch zum Einreiben. Äußerlich wirkt es antiseptisch, harntreibend, krampflösend, tonisch und wundheilend. Benutzt sie zum Einreiben oder verwendet den Auszug für die Herstellung einer Salbe. Zum Einnehmen hilft sie bei Asthma, Nervosität, Rheuma, Verdauungsproblemen, Schlafstörungen und Durchblutungsproblemen.

Salbeitinktur

1 Teil Salbeiblätter
2 Teile Alkohol (am besten Weingeist mit 70% Alkohol)
1 Schraubglas
1 dunkle Flasche

Salbeitinktur wird ebenso wie oben beschrieben angesetzt. Diesen Kräuterauszug könnt ihr sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden. Äußerlich hilft sie euch bei Entzündungen im Mund- Rachenbereich, bei Verstauchungen, bei Insektenstichen, und zur Desinfektion. Ihr könnt die Tinktur verdünnt für Wadenwickel, Umschläge und Salben verwenden. Innerlich hilft die Salbeitinktur bei Entzündungen, Pilzen und Viren, schweißhemmend und ist magensaftfördernd. Ein Teelöffel auf 1 Glas Wasser maximal 3 mal am Tag wird bei Erwachsenen empfohlen. Für Kinder maximal die Hälfte. 

Wichtig!!! Bitte sammelt nur die Kräuter bei denen ihr euch sicher seid. Bitte die Tinkturen nicht bei Babys und Kleinkindern verwenden.

Viel Spaß beim Ausprobieren und viel Erfolg wünscht euch das Team von survival-tips.de =)


Andere Beiträge

4 Kommentare auch kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.