Süße Versuchung – natürliche Süße von Mutter Natur

Süße Versuchung – natürliche Süße von Mutter Natur

8 natürliche und teilweise gesündere Alternativen zum gängigen Zucker

Die Feiertage sind um, das neue Jahr hat begonnen und der ein oder andere von euch hat die Süßigkeiten, Plätzchen, Schokonikoläuse, Rumkugeln und co. vermutlich satt, doch für alle Naschkatzen unter euch haben wir ein paar natürliche,  teils gesündere und leckere Zuckeralternativen, die MINDESTENS genauso süß schmecken.  Natürlich sind nicht alle dieser Alternativen gleichzeitig auch gesünder oder kalorienarmer als der raffinierte Zucker aber nicht alles was süß ist, ist schlechter Zucker.




Xylit (Xylitol)

Xylit (auch Xylitol, Xucker oder Birkenzucker genannt) wird zum Beispiel aus dem Holz der Birke oder Buche gewonnen. Ihr findet ihn im Reformhaus, im Bioladen oder mittlerweile auch im gut sortierten Supermarkt (wir haben festgestellt dass in Österreich schon fast jeder Supermarkt Xylit führt und die Bevölkerung Xylit ganz selbstverständlich verwendet, Deutschland hängt da noch etwas hinterher und man muss meist schon ein bisschen suchen). Ihr könnt Xylit im Grunde genau wie den raffinierten Zucker verwenden, zum Backen, Kochen, Süßen im Allgemeinen, zum Zahnpasta herstellen etc. Ja richtig auch zum Zähne putzen, da man festgestellt hat, das Birkenzucker in der Lage ist die Zähne zu mineralisieren und Karies vorzubeugen. Die Süße liegt im Vergleich zu raffiniertem Zucker bei ca. 98%.

Birken

 

Xylit selbst herstellen ist prinzipiell möglich, doch etwas komplexer. Deshalb würden wir gerne in einem späteren Artikel etwas genauer darauf eingehen.

Achtet beim Kauf des Xuckers bitte darauf, aus was er gewonnen wurde. Auch aus Mais kann man ihn gewinnen doch oft ist dann Gentechnik nicht auszuschließen.

VORSICHT!!! Xylit ist für eure Haustiere sehr giftig! Bitte achtet darauf!

Agavendicksaft

Agaven findet ihr in Mittelamerika, vorallem in Mexiko. Der Agavendicksaft wird aus dem Saft der Agaven gewonnen und ist ein klein wenig süßer als handelsüblicher Zucker und etwas dünnflüssiger als Honig. Verwenden könnt ihr ihn zum Kochen, zum Backen und auch zum Süßen von Nachspeisen und Tees.

Agave

Die Agave selbst galt schon bei den Azteken als Heilpflanze, dem Saft hingegen wird (bisher) eher keine Heilwirkung nachgesagt.




Stevia

Stevia, auch Süßkraut oder Honigkraut genannt, hat in den letzten Jahren mehr und mehr Bekanntheit erlangt und hat eine über 400fache Süße im Vergleich zu handelsüblichem raffiniertem Zucker. Finden könnt ihr das Kraut in Südamerika. Vor allem die indigenen Völker Paraguays und Brasiliens verwenden Stevia bis heute als Arzneipflanze. Ihr könnt die Blätter roh, getrocknet oder zerrieben als Pulver verwenden. Auch als süßer Aufguss als Tee eignet sich die Pflanze.

Stevia

Ob Stevia als Zuckerersatz nun gesünder als  raffinierter Zucker ist oder nicht wird diskutiert. Unsere Empfehlung ist, Stevia nur in Maßen zu konsumieren.

Kokosblütenzucker

Der Kokosblütenzucker auch Palmzucker genannt wird aus den Blütenstämmen der Kokospalme gewonnen und hat einen karamellähnlichen Geschmack. Zu finden sind die Kokospalmen meist an tropischen Küsten. Wer sie zu Hause selbst kultivieren möchte und nicht in der tropischen oder subtropischen Zone wohnt, braucht einen besonders grünen Daumen, da die Kokospalme einen sehr hohen Wärmebedarf hat.

Kokosblüten

Um den Kokosblütenzucker zu gewinnen, wird der gewonnene Saft eingekocht, zu Blöcken geformt und anschließend zerkleinert. Er hat einen sehr niedrigen Wert auf dem Glykämischen Index, der als Maß zur Wirkung kohlenhydratehaltiger Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel misst.




Honig

Honig, der als ältestes Süßungsmittel gilt, werdet ihr alle kennen, doch wie wird er eigentlich gewonnen? Es gibt viele verschiedene, teils sehr spannende Honigsorten mit teils heilenden und kuriosen Wirkungen (wie Manuka Honig oder “Mad Honey”). Blütenhonig stammt, wie der Name schon sagt aus Blüten bzw. Nektar unterschiedlichster Pflanzen. Die Biene nimmt den Nektar mit ihrem Rüssel auf und bringt ihn zum Bienenstock. In der Biene selbst werden dem Nektar Enzyme hinzugefügt. Anschließend füllt die Biene den fast fertigen Honig in die Bienenwaben. Dort trocknet er bis er die bekannte Konsistenz von Honig erreicht hat und wird anschließend von der Biene mit Wachs versiegelt. Ab jetzt kann er aus den Waben geerntet werden.

HonigbieneBienen

Waldhonig hingegen wird aus Honigtau gewonnen. Honigtau nennt man Ausscheidungen von diversen Waldinsekten wie Blattläusen, Zikaden und co. Diese werden von den Bienen aufgesaugt und dann ebenso in die Waben gefüllt und zu Honig verarbeitet.

Honigbienen

Honig hat neben dem süßen Geschmack auch zahlreiche heilende Eigenschaften und eine entzündungshemmende Wirkung. Trotzdem sollten Säuglinge KEINEN Honig zu sich nehmen.




Ahornsirup

Ahornsirup ist der eingedickte Saft des Ahorns, der durch ein kleines Rohr oder einen Zapfhahn im Stamm gewonnen wird. Geerntet wird der Saft aus den Bäumen meist im späten Winter und in frühen Frühjahr, wenn es nachts noch unter 0°C hat. Der gewonnene Saft wird danach am besten durch einen Kaffeefilter gesiebt und aufgekocht, bis die Masse die Konsistenz von Sirup hat.

Ahornsirup Ernte

Ahornsirup

Besonders stolz auf ihren Ahornsirup sind die Kanadier, die das Ahornblatt sogar in ihrer Flagge tragen. Sirup hat etwas weniger Kalorien als Zucker und ihm werden ähnliche Eigenschaften wie der Honig nachgesagt, sollte aber unserer Empfehlung nach nur in Maßen konsumiert werden.

Aztekisches Süßkraut

Wohl eher ein Exot in unserer Reihe doch definitiv nicht zu unterschätzen, denn das aus Mexico stammende Süßkraut hat die in etwa 1000 fache Süße von Zucker. Bei den Azteken galt es sogar als universelles Heilmittel. Noch heute wird es zur Anwendung gegen Erkältung, Bronchitis und Magen-Darm Beschwerden eingesetzt. Trotzdem wird empfohlen das Kraut nur gelegentlich zu konsumieren und nicht über einen längeren Zeitraum da es zu Nebenwirkungen kommen kann. In der Schwangerschaft und Stillzeit solltet ihr gänzlich darauf verzichten.

Die Blätter eignen sich roh und getrocknet perfekt um einen Tee zu süßen.

Aztekisches Süßkraut

Finden könnt ihr das Süßkraut in Mexiko, Mittelamerika, Nordargentinien und auf den karibischen Inseln. Es wächst aber auch hervorragend auf eurer Fensterbank, nur Frost mag es ganz und gar nicht.

Süßholz

Süßholz findet ihr in Westasien und der Mittelmeerregion.  Es aber auch kultiviert werden und mit etwas Geschick im eigenen Garten gepflanzt werden. Verwendet zum Süßen wird die Wurzel der Pflanze. Ihr könnt sie zu Tee oder zu einer Tinktur verarbeiten, doch die wohl bekannteste Verwendung ist Lakritz.

Um es als Süße einfacher zu verwenden, werden die Wurzeln getrocknet, gemahlen und anschließend zu einem Sud gekocht. Der sirupähnliche Sud härtet aus.

Süßholz

Süßholz besitzt ebenso einige heilende Eigenschaften. Die Wurzel wird unter anderem bei Gastritis und Husten eingesetzt und hat schmerzlindernde und antibakterielle Eigenschaften. Vorsicht jedoch, es wirkt ebenso abführend! Sogar gegen Kater soll das Wurzelkauen positiv entgegen wirken.

Auch in der Zahnpflege findet sie Verwendung. Mehr Infos zu findet ihr HIER.

ARTIKEL: Zähne putzen mit Mutter Natur

Bitte achtet darauf, dass nicht alle dieser Zuckeralternativen gesünder sind als der raffinierte weiße Zucker. Gerade als Diabetiker informiert euch bitte ganz genau welche Zuckeralternativen für euch in Frage kommen. Da wir selbst keine Erfahrung mit Zucker/Zuckeralternativen bei Diabetes haben, möchten wir euch keine Empfehlungen geben.




Info: Achtet beim Kauf, der Nachhaltigkeit zu Liebe, dass ihr möglichst regionale Produkte verwendet. Je nachdem wo ihr euch auf der Erde befindet, sind diese natürlich unterschiedlich.

Natürlich gibt es auch viele Obst- und Beerenarten die ihr zum süßen verwenden könnt.

Viel Spaß beim selbst Ausprobieren. Wir freuen uns über euer Feedback!

Bis bald. Euer Team von Survival-Tips.de



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2 Kommentare auch kommentieren

  1. Monika sagt:

    Hallo, super Artikel.
    Eine Frage: Xylit ist für eure Haustiere sehr giftig!
    Ist der Mensch, rein biologisch, nicht eigentlich fast das gleiche, wie die meisten Tiere? Wie kann es für den Menschen gut und für ein Haustier super giftig sein? Was genau ist giftig und wie wirkt sich das beim Haustier aus? Welche Organe sind betroffen?
    Besten Dank für eine Erläuterung.

    1. Survival Tips sagt:

      Hallo liebe Monika,
      für einige Haustiere wie zum Beispiel Hunde kann Xylit für einen sehr dramatischen Abfall des Blutzuckerspiegels sorgen. Die Leber kann auch angegriffen werden. Leider gibt es bereits einige Todesfälle von Hunden , die an Leberversagen verstarben auf Grund der Einnahme von Xylit.
      Bei Katzen, Kanninchen und co. gehen die Meinungen auseinander. Da wir keinen Tierarzt (bisher) unter uns haben, möchten wir im Allgemeinen nicht dazu raten, da wir uns nicht mit jedem Tier genau auskennen.
      Liebe Grüße, das Team von Survival-Tips.de

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