Zähne putzen mit Mutter Natur

Zähne putzen mit Mutter Natur

Heute möchten wir euch ein paar spannende Tipps geben wie ihr mit ganz natürlichen Mitteln eure Zähne putzen könnt. Die Zahnhygiene beziehungsweise die Mundhygiene ist sehr wichtig für die Gesundheit im ganzen Körper. Durch schlechte Zahnhygiene kann zum Beispiel Karies entstehen und es können sich Löcher in den Zähnen bilden. Diese bieten eine Möglichkeit für Bakterien noch leichter in den Körper zu gelangen.



Zunächt kommt es natürlich darauf an in welcher Situation ihr seid. Möchtet ihr eine natürliche Zahnpasta herstellen, weil ihr auf diverse chemische Substanzen verzichten möchtet oder seit ihr auf eurem Wildnistrip und sucht nach einer Möglichkeit direkt aus der Natur, um eure Zähne und euer Zahnfleisch zu säubern und zu pflegen.




Zunächst möchten wir auf einige Kräuter eingehen, die zur Zahnpflege eingesetzt werden oder Zahnschmerzen

Kamille
Kamille

lindern können.

Kamille: Wird zur Beruhigung des Zahnfleisches eingesetzt. Kocht dazu einen starken Kamillentee (mehr Kamille und lange ziehen lassen) und gurgelt und spült damit euren Mund mehrmals täglich aus. Den Tee bitte nicht runter schlucken.

Salbei: Die ätherischen Öle in Salbeiblättern können Zahnfleischentzündungen Salbei

hemmen und die Bakterien im Mund senken. Die einfachste Variante ist es, ein paar gewaschene Salbeiblätter zu kauen und den Mund anschließend mit klarem Wasser auszuspülen. Einen Salbeisud bzw. Tee kann auch bei Halsschmerzen und Entzündungen helfen. Gurgelt den Tee mehrmals täglich und spuckt ihn anschließend aus.

Wer noch mehr über den tollen Salbei wissen möchte klickt HIER.

Eichenrinde
Eichenrinde

Eichenrinde: Sammelt hierzu die Rinde junger Äste (nicht älter als 20 Jahre) und reinigt die Eichenrinde gründlich. Ihr könnt die gesäuberte Rinde trocknen und zu Pulver verarbeiten oder als Tee aufkochen und euren Mund damit zu spülen. Der Eichenrinde wird ebenso eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.

 

Anissamen: Auch ein Pulver aus Anissamen könnt ihr zur Zahnreinigung verwenden. Gemischt mit etwas Kokosöl lassen sie sich leichter verwenden.

Zitronenmelisse
Zitronenmelisse

Zitronenmelisse: Ist erfrischend und fruchtig und hinterlässt einen angenehmen Geschmack im Mund. Ebenso hat sie antibakterielle Eigenschaften. Die einfachste Variante ist auch hier das Kauen der gewaschenen Blätter oder ein starker Tee zum Spülen.

Pfefferminze: Den erfrischenden Geschmack von Minze kennt vermutlich jeder, doch sie hinterlässt mehr als nur einen frischen Atem. Sie hat auch antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Auch hier könnt ihr die Blätter kauen oder einen starken Tee kochen, gurgeln und anschließend ausspucken.

Thymian: Kann auch gekaut werden oder als Tee zum gurgeln verwendet werden. Der Thymian hat eine desinfizierende und ebenso entzündungshemmende Eigenschaft.




Wenn ihr noch mehr tolle Kräuter kennt mit denen ihr gute Erfahrungen gesammelt habt, freuen wir uns auch über eure Tipps in den Kommentaren!

Aber die Natur bietet noch mehr! Süßholz eignet sich zum Beispiel sehr gut  als natürliche Zahnbürste (nicht nur für die Herstellung von Lakritze). Kaut die Wurzel bis sie nach und nach faserig wird. Mit dem entstandenen Süßholzbesen könnt ihr eure Zähne sehr gut reinigen und nebenbei sagt man der Süßholzwurzel nach, dass sie sehr gut für die Atemwege ist und auch eine positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt hat. Auch weitere relativ weiche Hölzer eignen sich zum Zähne putzen.

Wenn ihr kein Süßholz finden könnt weil es bei euch nicht wächst oder ihr Keines kaufen wollt (oder könnt), eignet sich auch ein sauberes Leinentuch um eure Zähne zu reinigen. Kombiniert diese Variante am besten mit einer der oberen Mundspülungen.

Natürlich könnt ihr euch auch selbst eine Zahnpasta anmischen. Achtet darauf dass ihr eine Zutat habt die antibakteriell wirkt, eine die Säure neutralisiert, eine Zutat mit entzündungshemmenden Eigenschaften und eine die den Zähnen Mineralstoffe geben kann (für jeden der möchte natürlich auch eine Zahnaufhellende Wirkung).

Unser Lieblingsrezept möchten wir gerne mit euch teilen:

2 Esslöffel Kokosöl
1 Teelöffel Kurkuma (am besten getrocknet als Pulver)
1 Teelöffel Natron (fein)
1 Prise Salz
ein paar frische Salbeiblätter

Rezept Zahnpasta

Schneidet des Salbei möglichst klein…

…und fügt alle Zutaten zusammen. Ihr könnt sie hierzu auch leicht erhitzen. Mit der fertigen Paste könnt ihr euch mit oder ohne Zahnbürste die Zähne putzen.

Unsere Erfahrungen sind damit sehr, sehr gut und konnten sogar Kaffee-, Tee- und Rauchablagerungen auf den Zähnen reduzieren. Der Geschmack ist relativ gewöhnungsbedürftig. Man kann sie noch etwas mit Minzöl, Xylit (Birkenzucker), Stevia oder aztekischem Süßkraut aufpeppen. Viele schwören auch auf Aktivkohle zum untermischen. Wer vor der schwarzen Farbe nicht zurück schreckt, kann diese Zutat gerne ergänzen.

Tipp: Wir empfehlen diese Paste NICHT für den täglichen Gebrauch. Unserer Erfahrung nach kann Natron und Salz Zahnfleischbluten begünstigen (vor allem bei empfindlichen Zahnfleisch).

Zahnschmerzen

Das wohl bekannteste Hausmittel ist die Nelke. Die meisten von euch werden es vermutlich kennen. Kaut mit der betroffenen Stelle eine getrocknete Nelke oder verwendet ein wenig Nelkenöl auf den schmerzenden Zähnen.

Auch hier möchten wir unsere Lieblingstinktur mit euch teilen.

1 Schraubglas
Doppelkorn oder Weinbrand (mind. 40% besser mehr)
1 Hand voll Rosmarin
1 Hand voll Salbei
1 Hand voll Thymian
3 getrocknete Nelken

Gebt die Kräuter und die Nelken in das Schraubglas und füllt es mit eure gewählten Alkohol auf. Schraubt es fest zu und lasst es ungefähr 4-5 Wochen ziehen. Lasst das Glas warm aber dunkel stehen und schüttelt es gelegentlich. Siebt es anschließend ab und füllt den Auszug in dunkle Fläschchen. Hier eignet sich am besten Braunglas oder Blauglas (wir haben HIER bestellt und waren sehr zufrieden)

Verwenden könnt ihr sie tropfenweise und verdünnt als Mundspülung. Ihr könnt auch ein paar Tropfen auf ein Taschentuch träufeln und auf die betroffene Stelle legen.




Achtung!!! Unsere Tipps ersetzen natürlich NICHT den Besuch oder den Rat vom Zahnarzt!!!

Wichtig!!! Jeder hat andere Bedürfnisse an seine Zahnhygiene. Probiert aus, was für eure Zähne am besten funktioniert.

Wir hoffen diese Tipps können euch weiterhelfen und wünschen euch viel Spaß und Gelingen beim selbst ausprobieren! Habt ihr noch Ergänzungen, tolle Rezepte oder Erfahrungberichte für uns, freuen wir uns sehr, von euch in den Kommentaren zu lesen.

Euer Team von Survival-Tips.de

Ps: Zähne putzen, ab ins Bett. Ist schon spät! =)




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2 Kommentare auch kommentieren

  1. Dane für Eure wunderbaren Tipps. Ich werde einiges ausprobieren. Durch arabische Freunde habe ich eine weitere natürliche Zahnreinigung kennengelernt, die in Läden mit arabischen Lebensmitteln erhältlich ist. Es sind dünne Äste einer Pflanze, die ähnlich wie in der Abbildung aussieht. Sie sind ca 15cm lang, 1cm dick und werden angespitzt, so dass Borsten entstehen. Damit werden die Zähne geputzt. Antibakteriell und entzündungshemmende Wirkung. Wie sie heißen, kann ich nochmal erfragen. Ich mag diese Art mehr als die Zahnbürste, wegen des angenehmen Geschmacks und der hölzernen Borsten an meinen Zähnen.

    1. Survival Tips sagt:

      Hallo liebe Anja, es freut und sehr, dass dir unsere Tipps gefallen.
      Vielen lieben Dank für DEINEN Tipp! Meintest du die Miswak Wurzel? Die ist ein wenig heller als Süßholz. Die Wurzel ist ganz toll und hat einen sehr angenehmen Geschmack. Meist bekommt die Miswak Wurzel auch so eine Art Bürste wenn man länger darauf kaut.
      Wir haben sie nur kurz getestet und leider keine Langzeiterfahrung damit gemacht. Benutzt du die Wurzel schon länger? Nach den ersten Erfahrungen möchten wir sie unbedingt länger testen!
      Liebe Grüße
      Das Team von Survival-Tips.de

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